Die Geschichte der Evangelischen Schule




Unser erster eigener Qualijahrgang im Jahr 2000 - in diesem Jahr folgt bereits der elfte eigene Quali!

Entstehung der Grundschule

September 1987    Ein Artikel in der Zeitschrift Ethos gibt den Impuls

1988    Besuch bei der Initiative in München und der freien ev. Schule in Reutlingen.

Vortrag von Rektor Otto Schaude

Kontakte zur evangelischen Kirche: Herr Dekan Sommer zeigte sich interessiert und bot eine Zusammenarbeit an.

15. September 1990    interessierte Eltern gründeten den Förderverein Christlicher Schulen mit dem Ziel, eine Freie Evangelische Schule in Ansbach zu errichten. Die Klassen sollen vorerst im Protestantischen Alumneum in der Hospitalstraße untergebracht werden, dessen Räumlichkeiten zum Teil leer standen.

Zu Beginn des Jahres 1991 waren erst 9 Anmeldungen zu verzeichnen. 18 Kinder waren aber zur Genehmigung der Freien Evangelischen Schule (FES) durch das bayerische Kultusministerium notwendig. Ein weiterer Vortrag von Otto Schaude im Januar 1991 gab Starthilfe. Im Februar war die benötigte Zahl der Anmeldungen vorhanden. Auch das pädagogische Konzept war fertig.

Im Frühjahr 1991 nahm die Zahl der Anmeldungen so stark zu, dass man hoffte, die Teilungszahl zu erreichen und dann mit zwei Klassen und 2 Lehrerinnen beginnen zu können. Gezielt bemühte man sich um die noch fehlenden Kinder. Ein wichtiger Anreiz bestand in dem Versprechen, dass die Kinder der neuen Schule den Hort der Inneren Mission im Alumneum besuchen dürften. Hiermit wurde von Anfang an besonders alleinerziehenden Müttern die Ganztagesbetreuung für ihre Kinder angeboten. Weitere Kinder meldeten sich an.

23. August 1991    Genehmigungsschreiben für die Schule liegt vor.

Am 10. September 1991 startete die Freie Evangelische Schule mit einem Segnungsgottesdienst, den Herr Dekan Sommer hielt. Es waren 37 Erstklässler, unterrichtet von den beiden Klassenlehrerinnen Ingrid Kroll und Kristin Lang und der Fachlehrerin Petra Grauf. Da nicht alle interessierten Kinder im bestehenden Kinderhort untergebracht werden  konnten, entstand angegliedert an die Schule ein neuer Hort, dessen Träger der Förderverein christlicher Schulen war und den Anke Schmiedgen leitete.

In den ersten beiden Schuljahren wurden die Kinder aus dem Landkreis mit einem eigenen Schulbus zur Schule befördert.

Ein Schwerpunkt der Schule bestand im ersten Jahr im Aufbau der Elternarbeit. Durch Elternabende wurden die Eltern an das pädagogische Konzept der Schule herangeführt und mit den Grundlinien christlicher Erziehung vertraut gemacht. Sie übernahmen zunehmend mehr Verantwortung für die Schule und brachten ihre Fähigkeiten ein, z. B. durch Mithilfe beim Einrichten, bei den Umbaumaßnahmen, bei der Organisation von Festen und schulischen Veranstaltungen. Diese waren in diesem Schuljahr sehr zahlreich: Teilnahme am Erntedankumzug, Laternenumzug, Bastelabend, Adventsfeier, Spielenachmittag unter dem Thema "Reise um die Welt", mehrere Familienwandertage, Ausflüge und ein Sommerfest.

Im zweiten, dritten und vierten Jahr der Schule konnte jeweils nur eine neue erste Klasse gebildet werden. Dieses allmähliche Wachstum war ein Vorteil, da doch jedes neue Klassenzimmer erst ausgebaut werden musste und oft erst nach langem Suchen geeignete Lehrer gefunden wurden. Im Herbst 1992 übernahm Heidi Peter eine der zweiten Klassen. Geprägt war dieses Schuljahr von vielfältigen musikalischen Aktivitäten. Der Schulchor entstand, zwei Orff-Gruppen und Flötengruppen wurden gebildet. Leider führten die Bemühungen Musikgrundschule zu werden nicht zum Erfolg.

Der Schulvertrag zwischen Schule und Eltern wurde eingeführt. Gemeinsame Feste und Ausflüge bereicherten den Schulalltag. Die wachsende Schule brauchte einen Schulleiter. Es war nicht einfach, ihn zu finden.

Im Herbst 1993 kam Gerhard Horneber an die Schule als Klassleiter der 1. Klasse und als Schulleiter zusammen mit seiner Frau Brigitte, die Religion unterrichtete. In diesem Schuljahr hatten wir auch einmalig eine Lehramtsanwärterin, Daniela Liederer. Dies war später leider nicht mehr möglich. Zum erstenmal gab es ein Angebot verschiedener Arbeitsgemeinschaften. Frau Bodechtel begann mit Ballett und Pantomime, Frau Formen hielt die AG Umwelt und Natur. Daneben gab es auch einige musische AGs. Das erste Musical wurde aufgeführt, von nun an ein jährliches Ereignis. Auf Burg Wernfels fand der erste Schullandheimaufenthalt statt. Inder zweiten Klasse brachte Kristin Lang ihre Erfahrungen mit der Montessoripädagogik ein. Während es bisher nur Informationsblätter gab, wurde nun die erste Schulzeitung mit dem Titel „neigschaut“ gedruckt. Da die Nachfrage im Hort so groß war entstand eine zweite Hortgruppe unter Leitung von Michaela Eder und Ursula Dolhaniuk. Da die Schule so gut angenommen wurde, rückte die Teilhauptschule ins Blickfeld.

Im vierten Jahr der Schule gab es zum erstenmal ein Jahresmotto: Miteinander – füreinander. Die Großen Morgenkreise wurden eingeführt und zu einer festen Einrichtung. Heidemarie Steigerwald übernahm die 1. Klasse. Im Pausehof wurde es immer enger, das Schulhaus füllte sich mit Leben. Am Tag der offenen Tür konnten alle Interessierten die Verwandlung des Schulhauses miterleben. Im April 1995 wurde mit einem Fest der Schulwald in der Feuchtlach eingeweiht, Jetzt hatten die Kinder die Möglichkeit in der Natur tätig zu werden und sie zu erkunden.

Die Grundschule konnte sich in diesen vier Jahren gut entwickeln. Schon nach einem Jahr der Bewährung wurde sie im September 1996 staatlich anerkannt. Das war besonders für die Kinder eine Erleichterung, die ins Gymnasium wechseln wollten, weil nun der Probeunterricht wegfiel.

Zusammenfassend einige Gedanken zur Schule im Aufbau – Was bedeutete das?

Jahr für Jahr Klassenzimmer aus- und wieder einräumen, neue Einrichtung und neue Schulbücher bestellen und stempeln, mit Provisorien leben und arbeiten lernen, sich von Lärm und Schmutz nicht entmutigen lassen. Und immer wieder stellte sich die bange Frage: Wo kommt die nächste Klasse unter? Wie viele Kinder werden sich im nächsten Schuljahr anmelden? Wie finden wir die geeigneten Lehrer? Diese Suche war stets mit großen Schwierigkeiten verbunden. Auf Stellenausschreibungen gab es wenig Resonanz, persönliche Kontakte halfen weiter.

Im Lauf der Jahre haben viele Menschen am Aufbau mitgewirkt, an der Schule direkt, wie z.B. am Anfang unser Hausmeister Herr Geiselbrecht mit seiner Frau und auch im Hintergrund, wie z. B. die Mitglieder des Schulausschusses unter Leitung von Herrn Dekan Sommer. Viele Eltern und Lehrer setzten sich tatkräftig und mit zusätzlichen Engagement ein. Große Unterstützung haben wir von Seiten des Staatlichen Schulamts, der Regierung von Mittelfranken und vom Landeskirchenamt erfahren.

An der Schule gehörte beides zusammen: Beten und Arbeiten. Und so haben wir in diesen Jahren erlebt, dass oft im letzten Moment sich ein Problem doch noch löste, der rechte Mensch geschickt wurde, das neue Klassenzimmer eingerichtet werden konnte oder eine Genehmigung erteilt wurde.

Die Entstehung und Entwicklung der Schule spiegelt Gottes Treue wieder. Auf ihn konnten wir uns verlasssen und haben dabei die Erfahrung gemacht: Gott ist allmächtig und er tut Wunder.

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